Lissabon Februar 2024
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Lissabon Februar 2024
Abfahrt von Brasilia am 16. Februar, Ankunft in Lissabon am nächsten Tag um sechs Uhr morgens, die Reise verlief ohne Probleme. Wenn man am Flughafen ankommt, muss man normalerweise immer mit endlosen Warteschlangen rechnen, um sein Gepäck abzuholen und durch den Zoll zu gehen, aber wenn man aus Brasilien ankommt, macht der europäische Pass die Sache einfacher, weil die Warteschlange für Bürger dieses Kontinents viel kürzer ist als die von Nicht-Europäer. Wer weiss, ob die universelle Brüderschaft eines Tages alle in die gleiche Tasche, sorry, in die gleiche Schlange stecken wird.Das Wetter ist relativ mild, mit Sonnenschein und recht milden Temperaturen, was meinen Erinnerungen an die Winter auf dem alten Kontinent widerspricht. Umso besser, Spaziergänge sind so noch angenehmer.

Quartier Baixa
Im Jahr 1755 zerstörte ein Erdbeben dieses Viertel, das daraufhin schachbrettförmig neu aufgebaut wurde, sodass sich die Strassen nur noch im rechten Winkel kreuzten. Dieser für die damalige Zeit neue urbane Stil hat die Geschichte nicht ausgelöscht: Die ferne Vergangenheit ist gegenwärtig und die Gegenwart richtet ihren Blick auf die Zukunft.Können wir Lissabon mit Marseille vergleichen? Letztere, die phokäische Stadt, kennen die Franzosen als ihre Ankunftsstadt. Angesichts der Geschichte der portugiesischen Seefahrer, die jahrhundertelang die Meere befuhren, ist Lissabon zweifellos viel mehr eine Aufbruchsstadt. Aber für Marseille wie für Lissabon ist eine Stadt, die über einen Hafen verfügt, zwangsläufig auch eine Stadt der Abfahrt und Ankunft.
Als ich Ende der 1970er Jahre zum ersten Mal nach Lissabon reiste, warnten mich einige Leute vor bestimmten Menschen. Die Dekolonisierung hätte nicht nur gute Menschen ins Land gebracht – immer diese Angst vor den Letzten, die ankamen, und diese „Neuankömmlinge“ sind seitdem in der Bevölkerung integriert. Wenn ich mir das Personal von Touristenrestaurants, Souvenirläden oder kleinen Lebensmittelgeschäften anschaue, fällt mir die Anwesenheit vieler Menschen vom indischen Subkontinent, Bangladesch, Nepal, Pakistan, aber auch Brasilianern auf. Was tun mit diesem Migrationsstrom, den es immer gegeben hat? Lernen zusammen zu leben.

Calouste Gulbenkian (1869-1955)
Türke? Armenier? Portugiese? Er wurde noch unter dem Osmanischen Reich geboren. Wurde reich, ungemein reich. Seine Existenz situierte sich in einer bewegten Epoche und Region, in der sich Kurden, Aserbaidschaner, Armenier und andere Iraker auch heute noch gegenseitig das Leben schwer machen. Was Gulbenkian betrifft, so erklären zweifelslos die Peinen der Geschichte und sein Sinn für Abenteuer und Geschäfte sein Vermögen. Die Einwohner von Lissabon und die Touristen profitieren nun von diesen Ressourcen, die eine Stiftung und ein Museum geworden sind. 
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